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Was-ist “Technik”? (Fortsetzung)

Anmerkung

DIESE Fortsetzung folgt nicht einem Plan, sondern ist das Resultat der Kommentare zu vorausgegangenen Artikeln. Das unterscheidet den Blog von einem Buch und macht den Text beliebig im Sinne von was von Kommentierenden gerade “geliebt” wird.

Was-ist “Technik” ? (Fortsetzung – zum erstem Teil)

Als Technik bezeichne ich einen generativen Prozess, der darin besteht, Operationen in Artefakten zu vergegenständlichen, so dass sie als hergestellt wiederholbare Verursachung fungieren. In einer sprachlichen Verkürzung, in welcher ich das Verwenden und vor allem das Herstellen dieser Artefakte impliziere, bezeichne ich dann (auch) diese Artefakte als Technik. (1)

In diesem systemtheoretischen Verständnis bringt die Technik Artefakte hervor. Technik bezeichnet einen autopoietischen Prozess, dessen Beobachtung eine theoretische Entscheidung ist. Systematisch dargestellt wird Technik in diesem Sinn durch die kybernetische Systemtheorie. Technik hat in dieser Theorie nichts mit Prothesen, Fähigkeiten oder Bedürfnissen von Menschen zu tun, sondern ist ein generativer Prozess, dem dann Bedürfnisse zugerechnet werden (können). Die Menschen erscheinen in dieser Theorie als das, was kybernetisch geregelte Automaten herstellt, also als toolmaking animal.

Die Theorie beginnt nicht mit Menschen, die ein Ziel oder einen Zweck verfolgen und dann Mittel dafür erfinden. N. Wiener hat die Kybernetik 1943 – nicht ganz zufällig – mit einen Aufsatz zur Teleologie eröffnet. (2) Er beschreibt darin, dass kybernetische Systeme Eigenwerte anstreben. Eine thermostatengeregelte Heizung etwa versucht die Temperatur des Thermometers auf 20 Grad zu halten. Man könnte – wenn man die Technik beseelen wollte – meinen, die Heizung verfolge damit ein (teleologisches) Ziel. Aber der technisch gesehenen Heizung ist gleichgültig, wie warm es ist. Der technische Aspekt besteht in der Konstruktion, die die Temperatur des Thermometers konstant hält.

Technik steht in diesem Sinne für die Menge der effizienten Verfahren jenseits von funktionalen Handlungszusammenhängen. Als funktionalen Handlungszusammenhang sehe ich beispielsweise, dass die thermostatengeregelte Heizung in ein Haus gestellt wird, wo die Temperatur des Thermometers als Raumtemperatur verrechnet wird. Der Hausbesitzer verfolgt damit einen Zweck, er hat ein teleologisches Ziel und verwendet die Heizung als Mittel zum Zweck.

Die “Techniker” entwickeln die Funktionsweise der Heizung. Ein Holzofen ist eine noch nicht sehr entwickellte Heizung, bei welcher der Brennstoff von Hand zugeführt werden muss und die Temperatur ebenfalls von Hand geregelt werden muss. Von der entwickelteren thermostatengeregelte Heizung profitiert der Hausbesitzer, aber das ist nicht das Ziel der Technik, sondern das Ziel der Hausbesitzer. Autopoietische Prozesse haben kein Ziel, Hausbesitzer dagegen manchmal schon.

Für den Hausbesitzer ist die thermostatengeregelte Heizung effizienter als der Holzofen, weil sie weniger Eingriffe verlangt, um ihre Funktion zu erfüllen und die Funktion überdies besser erfüllt. Technisch ist sie effizienter, weil mehr Operationen artefaktisch verkörpert sind. Technisch ist Effizienz auf den Eigenwert des kybernetischen Systems bezogen. Der Holzofen macht in dem Sinne vieles nicht “selbst”, von dem, was er voraussetzt. Im Ausdruck Automat ist dieses “Selbstmachen” gemeint, aber natürlich nicht, dass der Ofen etwas im Sinne einer zielgerichteten Handlung macht oder gar ein Selbst hätte.

Technik begreife ich durch die Kybernetik rückblickend. Der Automat zeigt mir, was eine Maschine noch nicht ist, und die Maschine zeigt mir, was ein Werkzeug noch nicht ist. Das ist das evolutionstheoretische Moment der Kybernetik. Als entwickelste Technik erscheint beispielsweise ein Computer mit einem programmierbaren Prozessor, wie er in jeder modernen Heizung enthalten ist. Das ist genau das, was die Kybernetik beschreibt. Bei noch primitven Artefakten wie etwa eigentlichen Werkzeugen ist die in der Technik gemeinte Operation nicht explizit entwickelt. Ein Hammer etwa hat keine Funktionsweise, er zeigt kein Verhalten und mithin keine Operationen. Aber wenn der Hammer verwendet wird, ist technisch ein Roboter erkennbar, der den Hammer in ein operierendes System einbindet.

Fussnoten

1) die Wikipedia, die logischerweise das alles anders sieht, teilt aber diese drei Aspekte: „die Menge der Sachsysteme als Artefakte“, „die Menge menschlicher Handlungen, in denen Sachsysteme entstehen”, und “„die Menge menschlicher Handlungen, in denen Sachsysteme verwendet werden.“

2) Julian Bigelow, Arturo Rosenblueth, Wiener, Norbert: Behavior, Purpose and Teleology. Philosophy of Science 10 (1943) 1, 18-24

Was-ist “Technik” ?

Der definitions-skeptische Technikphilosoph L. Winner soll einmal gefragt haben: “Wohin sollte ein Philosoph gehen, der etwas über Technik erfahren will? In ein Forschungs- und Entwicklungslabor? Auf einen Bauernhof? In ein Elektrizitätswerk? Eine Telefonzentrale? Einen Flughafen? Ein Waffenlager? Eine Baustelle? Eine Forschungsförderungsbehörde? Eine Giftstoff-
Abfallanlage? Einen automatisierten Vergnügungspark? Eine Schule, die Computer in den Unterricht integriert?” Die Frage ist eigenartig. Sie zeigt einerseits, dass all diese Plätze dem Philosophen wohl nicht weiterhelfen würden, dass aber umgekehrt an all diesen Plätzen die Technik, die er meint, irgendwie vorhanden zu sein scheint.

Statt zu sagen, was man als Technik bezeichnet, kann man den Ausdruck “Technik” etwa als Kollektivabstraktum charakterisieren. Solche Abstrakta haben es an sich, dass jeder weiss was gemeint ist, ohne dass auch nur einer es sagen könnte. Es liegt dann nahe, alle Definitionen abzulehnen, weil jede Definition das gemeinte in irgendeiner Art einschränken würde. Kollektivabstrakte sind Bestandteile eines Herrschaftsdiskurses. Man muss deren Verwendung fraglos akzeptieren, weil das sozusagen die Sprache gebietet, die das Wort zur Verfügung stellt. Es ist niemand dafür verantwortlich, wie das Wort verwendet wird, auch diejenigen nicht, die das Wort verwenden.

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich ein Wort verwende, muss ich mein Sprechen beobachten. Wenn ich über Technik nachdenke, muss ich also nicht irgendwo hingehen, sondern in mein eigenes Denken. Wenn ich sage, wie ich ein Wort
verwende, kann ich mich ertappen – und andere können es auch. Jenseits von Herrschaftsverhältnissen sehe ich darin eine Chance, innerhalb von Herrschaftsverhältnissen mache ich mich damit blöd.

* * *

“Technik” verwende ich für die hergestellte Verursachung im Sinne einer intendiert wiederholbaren aber funktional nicht gebundenen Operation. Technik steht in diesem Sinne für die Menge der effizienten Verfahren jenseits von funktionalen  Handlungszusammenhängen.

Ich gebe ein paar anschauliche Beispiele für effiziente Verfahren. Mit einem Revolver kann ich eine kleine Masse – die als Kugel bezeichne – in eine beliebige Richtung stark beschleunigen. Ein möglicher Handlungszusammenhang wäre, dass ich jemanden erschiesse, was ich aber auch mit Pfeil und Bogen machen kann. Ich kann Massen nicht nur mit einem Revolver beschleunigen, der Revolver ist nur ein mögliches Verfahren, das ich – immer wieder – verwenden kann, wenn ich einen Revolver habe.

Wenn ich keinen Revolver habe, aber weiss, wie ich einen Revolver herstellen kann, dann habe ich die Technologie, also das Wissen zu dieser Technik. Mit der Technologie kann ich kein Kugel beschleunigen, aber wenn die Bedingungen hinreichen kann ich damit einen Revolver herstellen und dann damit Kugeln beschleunigen. Das ist der Unterschied zwischen Technologie und Technik.

Als Verfahren beschreibe ich den Prozess eines Prozessors, eines Prozessträgers. Ich kann ein Verfahren beschreiben, ohne dass ich den Prozessor herstelle oder hergestellt habe. Ich kann die Produktion von Revolvern beschreiben. Dabei entstehen aber keine Revolver, sondern Beschreibungen. Ich kann die Funktionsweise eines Revolvers beschreiben. Dadurch werden keine Kugeln beschleunigt. Solche Beschreibungen bezeichne ich als Technologie. Wenn ich Kugeln gezielt beschleunigen will, brauche ich einen Prozessträger, beispielsweise einen Revolver.

Ich kann beispielsweise einen Fussball in eine bestimmte Richtung beschleunigen. Jetzt hat die Kugel einen anderen Namen, weil ich einen anderen Handlungszusammenhang mitdenke. Der Handlungszusammenhang ist aber technisch gesehen ohne Relevanz. Wenn ich einen Fussball beschleunige, mache ich das durch bestimmte Bewegungen meines Körpers. Wenn ich in einer pseudo-technischen Perspektive auf meinen Körper schaue, sehe ich ihn als Roboter, der ganz bestimmte Operationen ausführt, um eine Kugel zu beschleunigen. Dann kann ich innerhalb dieser Metaphorik sagen, dass ich eine Technik anwende, etwa die Technik eines Fussballers.

Ein weiteres Beispiel soll verdeutlichen, was in der Literatur unsinnigerweise als soziotechnisches System bezeichnet wird, wie wenn es Technik geben würde, die nicht “sozio” ist. Wenn ich einen Hammer habe, kann ich damit unter anderem einen Nagel beschleunigen. In einem beliebigen Handlungszusammenhang kann ich beispielsweise einen Nagel in die Wand schlagen, um ein Bild aufzuhängen. Ich kann den Nagel – etwa mit einer Nagelpistole – auch anders beschleunigen, der Hammer ist nur Teil eines möglichen Verfahrens, das ich – immer wieder – verwenden kann, wenn ich einen Hammer habe.

Der Hammer beschleunigt den Nagel in einem entscheidenden Sinn anders als der Revolver die Kugel. Der Hammer überträgt die Kraft des Menschen, der den Hammer benutzt. Mit dem Revolver dagegen verwendet der Mensch, der ihn benützt, die Energie im Schiesspulver der Patrone. Weder Hammer noch Revolver beschleunigen irgendetwas, wenn sie nicht von einem Menschen verwendet werden. Als Prozessor kann man also in beiden Fällen den Menschen sehen, wobei dann der Hammer oder der Revolver zum Prozessor gehören und in diesem Sinn kann man von einem soziotechnischen System sprechen, wobei es keine technische Systeme gibt, die in diesem Sinn nicht “soziotechnisch” wären.

Die Redeweise “soziotechnisch” kann ich aber sinnvoll so lesen, dass der Mensch, der ein Werkzeug verwendet, das normalerweise in einem Handlungszusammenhang tut. Der Revolver wird meistens als Waffe verwendet, das heisst um jemanden zu erschiessen. Das dabei ein Kugel beschleunigt wird, wird allenfalls als spezifische Methode des Tötens aufgefasst. Das Soziale ist dann das Töten und der Revolver ist die Technik, die beim Töten verwendet wird.

Technik hat aber mit Töten nichts zu tun. Töten ist eine soziale Handlung.

(Fortsetzung)

Einige Überlegungen zu essentialistischen Strategien

Im Artikel “Zur Problematik des ‘Possibilismus’. Der mögliche Rückfall der Systemtheorie in den Essentialismus” [siehe http://www.fen.ch/texte/gast_bormann_possibilismus.pdf] habe ich vor ca. zehn Jahren das ontologisch-essentialistische Beobachten als “einen” Abstraktionsmodus [besser: eine offene Vielzahl  essentialistischer Strategien] charakterisiert, bei dem nicht-geschlossene (nicht-)sprachliche Unterscheidungsnetzwerke auf eine abstrakte Gemeinsamkeit zurückgeführt werden. Das kann bedeuten, daß
* nach dem “Wesen” (“der” Bedeutung, “der” Definition, etc.) von etwas gefragt wird
* oder ein Begründendes (eine transzendentale Möglichkeitsbedingung, ein Zentrum, ein Ursprung, etc.) unterstellt wird, das als variierende Erzeugungsmatrix für Operationsprodukte / Ereignisse fungieren kann.
Derrida hat ausgearbeitet, daß diesem Begründenden ein paradoxer Status zukommt: Einerseits muß es als Konstitutionsbedingung “außerhalb” des von ihm begründeten Unterscheidungsnetzwerks liegen, andererseits muß  es “innerhalb” dieses Netzwerks Wirkungen zeitigen. Klassische Beispiele sind:
* die Unterscheidung “Gott / Welt”, bei der Gott die Welt erzeugt haben soll, aber zugleich in der Welt “wirken” muß [zumal die Unterscheidung in der Welt getroffen werden muß – wo sonst?]. Daher kommt dann der interessante human-divine Doppelstatus bspw. von Jesus Christus in der christlichen Religion.
* Immanuel Kants transzendentale Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis [siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendentalphilosophie].
Essentialistische Beobachtungsweisen sind freilich nicht auf Religion oder Philosophie beschränkt, sondern man findet sie in allen möglichen Bereichen:
* Wenn es um die Erkennung von Mustern sowie die Bildung von Kategorien und Prototypen gehen soll  [siehe https://kybernetiks.wordpress.com/2012/03/18/borgen-pattern-recognition-zeichen-medien-welt-dualismus/].
* Wenn traditionell von einer “Natur des Menschen” ausgegangen wurde.
* Wenn in der Geschichte “der” Wahnsinn, “die” Medizin, “die” Wissenschaft, etc. unterstellt wurden, so daß (illusorische) Kontinuitäten und Homogenitäten anfielen  [siehe Paul Veyne, “Foucault: Die Revolutionierung der Geschichte”, Frankfurt / M.: Suhrkamp, 1992, S. 55].
* Wenn im programmiersprachlichen “Paradigma der Objektorientierung” (kurz: OOP)  in der Informatik Klassen als abstrakte Erzeugungsmatrix fungieren, aus denen konkrete Objektexemplare erzeugt werden.

Kurzum, essentialistische Beobachtungsweisen bedienen Funktionen wie das Management von Kontingenz und Komplexität, indem “Informationsraffungen / -verdichtungen” erfolgen. Die Mathematik kann das schön verdeutlichen: statt daß man sich eine  Zahlenreihe wie 1, 4, 9, 16, 25, etc. merken muß, reicht der kompakte Ausdruck y = x hoch 2 mit x als Element der natürlichen Zahlen.
In der Konzept- und Theoriearbeit, bei historischen Analysen, usf. werden hierbei aber Kontinuitäten, Totalitäten und Homogenitäten suggeriert, die sich nicht unbedingt aus dem jeweiligen Analysegegenstand / -material ergeben, sondern von essentialistischen Beobachtern erzeugt werden, um effizienter Informationen prozessieren zu können. Die Folgen solcher Effizienz: Brüche, Spontanes, Zufälliges, etc. werden (systematisch) ausgeblendet.
Warum schreibe ich das? Viele, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts akademisch sozialisiert wurden, kennen die verschiedenen Kritiken an essentialistischen Strategien (Stichworte: Wittgenstein II, Derrida, Foucault, Deleuze bzw. Deleuze / Guattari, etc.). Aber es lohnt sich, in der aktuellen (auch eigenen) Analyse-, Begriffs- und Theoriearbeit nach solchen essentialistischen Strategien (in einem nicht-essentialistischen Sinne, also nicht “dem” Essentialismus) Ausschau zu halten, um lineare, dialektische, etc. Kontinuitäts-, Totalitäts-, Homogenitäts-, etc. -Annahmen in Frage stellen zu können. Denn Letztere führen zu Simplifikationen, die sich weniger dem Untersuchungsmaterial als vielmehr den gewählten Weisen der Abstraktion und Informationsraffung verdanken. Man könnte auch sagen: Dem jeweiligen Untersuchungsmaterial werden entsprechende “essentialistische Projektionen” untergeschoben.
Was heißt das nun für unser Technik-Blog? Wie Hans-Dieter Bahr [(1983), “Über den Umgang mit Maschinen”, Tübingen: Konkursbuchverlag] dargelegt hat, kann es bspw. auch bei Maschinen nicht einfach mehr um eine homogenisierende Darstellung gehen à la die “Entwicklung der Maschinen in der Geschichte”, die wiederum auf eine begründende Einheit / Allgemeinheit (im Sinne von transzendentaler Möglichkeitsbedingung) – trotz aller möglichen Aspekt- und Perspektivewechseln –  verweist.  Bahrs Text ist daher immer noch sehr aktuell, weil hier zutiefst heterogene Umgangsstile mit Maschinen thematisiert werden, die sich keiner essentialistisch angehauchten Möglichkeitsbedingung mehr fügen. Folge: Der resultierende Text ist komplex und sperrig, also: keine einfache Lektüre.
Es ist nun die Frage, ob im Laufe unserer bisherigen Technik-Diskussionen essentialistische Strategien zum Zuge kamen. Ich meine: ja.
Zum einen, wenn der (systematische) Tool-Gebrauch als “anthropologische Konstante” dargestellt wird, die  als das Schema “einfache Werkzeuge – Maschinen – Automaten mit Werkzeugen als Meta-Kategorie” variiert wird.
Zum anderen in der Unterstellung, daß Werkzeugen, Maschinen und Automaten ein Gebrauchszweck immanent eingeschrieben sei. Das heißt, ein technisches Artefakt könne nur entsprechend des ihm jeweils eingeschriebenen Zwecks gebraucht werden. Alles andere wären Formen des “Mißbrauchs”.
Bei einfachen Werkzeugen leuchtet diese These jedoch gar nicht ein. So kann bspw. ein und dasselbe Messer zum Schneiden, Bohren, Kratzen, Sägen, etc. eingesetzt werden. Löffel können verwandt werden, um Flüssigkeiten zu schöpfen, im Boden zu graben, etwas zu schleudern, usf. Zumal viele einfache Werkzeuge mitunter leicht als (Hieb-, Stich-, Schleuder-, etc.) Waffen einsetzbar sind.
Obige These leuchtet auch bei Computern als den programmierbaren Universalmaschinen nicht ein, weil diese auf gar keinen letzten Zweck ausgerichtet sind: sie sind einsetzbar als “Rechen”maschine, als Multimedia-Einheit (Text, Ton, Bild, etc.), als Steuerungseinheit für andere Maschinen, usf.
Und selbst Maschinen wie Autos müssen nicht einfach nur zum Transport von Personen oder Gegenständen verwendet werden. Sie können auch für Autorennen benutzt werden, als Rückzugsgebiet (für Sex, zum Schlafen, zum Musik hören, zum Rauchen, etc.), als Ausstellungsstücke, die gar nicht oder kaum gefahren werden (-> Oldtimer).
Das heißt nicht, daß bei Maschinen / Automaten nicht versucht wird, bestimmte Gebrauchsweisen vorzugeben. Aber der Grund für diese Vorgabe sind primär  juristische, versicherungs- und sicherheitstechnische Gründe. Wer seinen Hamster in die Mikrowelle zum Trocknen steckt, muß  also damit rechnen, daß der Hamster das im worst case nicht überlebt.
Das bedeutet freilich nicht, daß solche Maschinen / Automaten nicht gehackt und neuen Gebrauchsweisen zugeführt werden können [Was mich zur These (im Anschluß an Kittler) veranlaßt hat, daß Hacker und Hacksen die Ideologie- und Latenzkritiker(innen) der technischen Moderne sind]. Erinnert sei zudem nochmals an das vor einiger Zeit angeführte Beispiel mit den Spülungen in Süditalien nach dem 2. WK. Diese Spülungen wurde von den Bauern als Olivenwaschanlagen und nicht als Toilettenvorrichtungen eingesetzt, was im damaligen Kontext anscheinend vollkommen Sinn gemacht hat.
Meine Thesen lauten also:

  1. These 1: Ähnlich wie Zeichenmarken (Medienformen) keine immanent-essentialistische Bedeutung zukommen kann, weil sie in immer neuen nicht-saturierten Kontexten wiederverwendbar sein müssen, ist auch technischen Artefakten (als: Tools, Maschinen und Automaten)  kein Gebrauchszweck als gegenständliche Bedeutung ein für allemal und kontextunabhängig, d.h. durch “alle” möglichen Kontexte hindurch bzw. völlig a-kontextuell, eingeschrieben. Diese Gebrauchszwecke hängen vielmehr  von den jeweiligen Umgangsformen / -stilen in offenen / nicht-saturierbaren Kontexten ab. Und sie können dementsprechend auch variieren, ohne daß eine begründende Einheit (im Sinne einer Funktion als transzendentaler Bedingung der Möglichkeit) plausibel unterstellt werden kann.
  2. Auf Unterscheidungen wie “eigentlicher – uneigentlicher (parasitärer) Gebrauch”, “Gebrauch / Mißbrauch”, u.ä. mit Blick auf technische Artefakte kann die Kritik Derridas an Austins “Sprechakten” angewandt werden.  Ich zitiere aus einem online-Kommentar von Gerald Posselt vom 6. Oktober 2003 [siehe http://differenzen.univie.ac.at/bibliografie_literatursuche.php?sp=11]:
    “Auch wenn Austin Kommunikation nicht mehr als die Übertragung oder den Transport von Bedeutungsinhalten versteht, sondern vielmehr als ein Tun, das nicht etwas beschreibt, was außerhalb der Sprache existiert, sondern das seinen ‘Referenten’ selbst hervorbringt und eine Situation transformiert, so geht er dennoch davon aus, dass jeder Sprechakt durch seinen Kontext und die Intention des sprechenden Subjekts in der Totalität der Kommunikationssituation bestimmt werden kann. Dies wird besonders deutlich in Austins Theorie der Fehlschläge oder Unglücksfälle. Obgleich Austin einräumt, dass das Misslingen einer performativen Äußerung immer möglich ist, so erkennt er doch nicht, dass es sich hierbei um eine “notwendige Möglichkeit” des Misslingens handelt, die nicht als ein äußerliches, zufälliges Risiko ausgeschlossen werden kann (306f.). Explizit wird dieser Ausschluss im Falle zitathafter Äußerungen, die Austin als unernsten, parasitären und abweichenden Gebrauch abqualifiziert.”
    These 2: Ähnlich wie bei performativen Sprechakten ist die Möglichkeit des “Miß-Ge-brauchens” entscheidend. Mißbrauch ist somit  kein externes Ereignis, das die eigentliche (wesentliche = essentialistische) Gebrauchsweise als “uneigentliches” deformiert bzw. als “parasitäres” infiziert.
    Mißbrauchsweisen (im Sinne anderer Gebrauchsweisen, die positiv oder negativ bewertet werden können) resultieren aus dem iterablen Gebrauch technischer Artefakte . Das heißt zugleich: Itérabilité (sensu: die Verschränkung von Identisch-Bleiben und Anderswerden in kontextrelativen Wieder-Holungen) ist  immer schon in jedem Artefakt-Gebrauch wirkend, so daß selbst ein sog. “eigentlicher” (korrekter, richtiger) Artefakt-Gebrauch bereits eine Vielzahl von mehr oder minder minimalen Variationen beinhaltet. Beispiele: Das Lenk- oder Steuerrad wird nicht auf  die stets absolut identische Weise benutzt, Minimalvariationen treten beim Drücken von Knöpfen,  Schaltern und Hebeln, usf. auf.

Überlegungen zur Konzeptualisierung von Technik – Versuch 1

PB: Da mein Kommentar zu luestyx-Frage immer länger wurde, habe ich entschieden, daß ein Post vielleicht die bessere Idee ist – zumal dieser als Einleitung angesehen werden kann  zur anstehenden Diskussion von “Technik als Funktionssystem”.
luestyx sagte am Jun 8, 2012 um 16:27 [https://kybernetiks.wordpress.com/2012/03/22/das-digitale-in-der-technologie/comment-page-1/#comment-478]:
@rolf @peterb was haltet ihr von dieser aussage?
“Meine Überlegungen gehen dahin, den Technikgebrauch anders zu verstehen, nämlich nicht mehr hinsichtlich einer Prothesen-Metapher, Technik als Werkzeug, als zweckrationales Mittel oder – wie bei Luhmann – als Ersatz für fehlenden Konsens und dergleichen. Sondern Technik als Kommunikationsblockade zur Verkomplizierung des Lebens zu verstehen, durch welche die Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation weiter gesteigert wird, wobei durch diese Steigerung ständige Sublimationsprozesse erzwungen werden, die den Zerfall von Vorbehalten gegen Kommunikation beschleunigen. Das Internet wäre dann nicht Hilfe oder Heil, weil damit ja auch das Gegenteil erwägbar wird, sondern eine Behinderung, durch welche die Erfolgsbedingungen strukturiert werden, die festlegen können, was sich in der Folge durch Überwindung dieser Behinderung noch als haltbare Kommunikation erweisen kann.”
Warm-up
Eine “knifflige” Frage, zumal ich selbst immer unsicherer werde, was ich unter “Technischem” verstehe. Ich weiß primär, was ich “nicht” fortschreiben möchte: die von Dir erwähnte Prothesen-Metaphorik, Zweck-Mittel-”Logiken”, usf.
Zugleich besteht [bei allem Dissens hins. Konstruktivismus, Marxismus, Fokussierung auf Formulierungsweisen, u.ä. zwischen Rolf und mir] Konsens, daß in der Bielefelder Systemtheorie Technisches eher “marginalisiert” wurde (funktioniert / funktioniert nicht, Thema von Risikokommunikationen, Einrichtung von begrenzten Kausalkontexten, etc.) – und das obgleich die Moderne ohne Technisches wohl “nicht” konzipierbar ist.
Salopp getextet : “Die Moderne ist (auch und gerade) technisch (zu beobachten) – oder gar nicht.”
Obgleich ich Rolfs Kybernetik zustimme (v.a. mit Blick auf kybernetische Mechanismen als Erklärungsweisen, wie Technisches genau funktionieren kann), meine ich, daß Rolfs Fokussierung auf das Anfallen konkret-(“gegenständlich”)er Artefakte eine Art “Spezialfall” darstellt einer Problematik, die André und ich mit Blick auf Derridas Dekonstruktion als “basale technicité” charakterisiert haben.
Es ist also die Frage, ob Technisches konzeptualisiert werden kann ohne ausschließliche Fokussierung auf das Anfallen von Artefakten (z.B. Rolfs hilfreiche Trias: Werkzeug – einfache Maschinen – programmierbare Maschinen / Automaten).
Wir haben das ‘mal kurz andiskutiert z.B. als Thema der Reproduzierbarkeit des Selben (was Technischem u.a. zugrunde liegt) und Iterabilité (das Anders-Werden des Selben im differentiellen Prozessieren von marks / Medien- bzw. Zeichenformen).
Eine andere Perspektive ist natürlich, daß auf ein Funktionssytem “Technik” abgestellt wird. Und hier würde ich auf “technische Kommunikationen” verweisen, die insbesondere Konstruktions-/Design- und Benutzungsanweisungen prozessieren, wobei dann technische Artefakte anfallen “können”, aber nicht “müssen”!
Wie dabei eine Brücke zur “basalen technicité” geschlagen kann, weiß ich noch nicht. Aber vielleicht mendelt sich noch etwas Interessantes heraus.


Einschub

@Rolf: Wie Du übrigens Deinen materialistisch inspirierten und “radikal” radikalen Konstruktivismus mit einer systemtheoretischen Funktionssystem-Perspektive koppeln willst, ist mir ein komplettes Rätsel: Denn da ich bei Dir keine Theorie des “Sozialen” erkennen kann (außer vielleicht: wenn mehrere Subjekte zusammen kommen, dann ist das “irgendwie” sozial. Tja, das Dilemma aller Subjektphilosophie: nur “wie funktioniert das mit dem Sozialen genau”?), verstehe ich auch nicht, wie Du diese Lücke plötzlich mit Funktionssystem-Logik füllen kannst.
Vielleicht kannst Du das bei Gelegenheit – bspw. in einem eigenen Post – einmal elaborieren.

Interpretationsvorschläge
1) “Sondern Technik als Kommunikationsblockade zur Verkomplizierung des Lebens zu verstehen,”
Spontan würde ich fragen: Warum schließt Du zunächst “Kommunikation” mit “Leben” kurz?
Einerseits würden (Bielefelder) Systemtheoretiker hier einwerfen, daß Du die Systemreferenzen mischst: Leben (also: biologische Prozesse) und Sozialdimension (sensu: “Kommunikation” als Trias von Information-Mitteilung und Verstehen).
Andererseits finde ich die Frage spannend, ob es möglich ist, eine umfassende Theorie des Prozessierens von Information zu entwickeln, die sowohl biologische als auch psychisch/bewußtseinsmäßige und soziale Prozesse umfaßt [vielleicht könnte man hier sogar chemische und physikalische Prozesse hinzunehmen].
Vor diesem Hintergrund wäre zu fragen, ob (Basal-)Technisches nicht auch in biologischen (Informations-)Prozessen ausgemacht werden kann – und was dann “biologische Kommunikation” bedeuten kann.
Die Frage bleibt freilich: Wie kann Biologisches hier (außer als basale Infrastruktur) Psychisches/Soziales affizieren?
Aber vielleicht meinst Du auch “Leben” im Sinne von “sozialem Leben”, sensu: sozialer Autopoiesis (Kommunizieren, inkl. Verhalten und Handeln)? Dann würdest Du Technik als etwas konzipieren, das zur “sozialen Steigerung von Komplexität” beiträgt.
Letzteres wäre ein guter Punkt! Aber es scheint mir, daß hier Komplexität sowohl “gesteigert” als auch “reduziert” wird. Oder anders gewendet: Allgemeine Komplexität würde reduziert, (binnen-)spezifische Komplexität würde erhöht (was dann auch Prozesse der Spezialisierung und Ausdifferenzierung beinhalten würde).

2) “durch welche die Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation weiter gesteigert wird, wobei durch diese  Steigerung ständige Sublimationsprozesse erzwungen werden, die den Zerfall von Vorbehalten gegen Kommunikation beschleunigen.”
Mit “Sublimationsprozessen” meinst Du wohl, daß sich hierbei Mechanismen sozioevolutionär entwickeln, die Kommunikation dann doch plausibilisieren? Ja, gleichfalls ein guter Punkt. Es müßte dann noch spezifiziert werden, auf welche “Unwahrscheinlichkeitsschwellen” Bezug genommen wird, z.B.:
* die Ausweitung der Adressatenkreise, auch als Aufmerksamkeitsbindung,
* die Wahrscheinlichkeit der Ablehnung, also: der kommunikativen Nicht-Überzeugung (die sog. “4. Selektion”).
Aber dieser These stimme ich grundsätzlich zu: Technik, vielleicht in diesem Kontext genauer: Medien”technik”, hat seit der Frühmoderne entsprechende Medienbildungen (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Telegraphie, Telephonie, Film, Radio, Fotographie, TV, etc. bis hin zu heutigen Digitalitätsmedien) möglich gemacht, die eine nie dagewesene Ausweitung von unwahrscheinlicher Kommunikation, bei der sich dann entsprechende Unwahrscheinlichkeit-Wahrscheinlichkeit-Transformatoren (z.B. als sgKMs = symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien wie Macht, Wahrheit, Recht, Geld, usf.) sozioevolutionär herausgemendelt haben.
Wenn ich mich recht erinnere, dann ist das auch die These von Luhmann (wenn auch nicht mit Blick auf “Technik” formuliert) in die “Gesellschaft der Gesellschaft” (mit der Einschränkung, daß sich bspw. “Authentizität” immer noch nicht kommunikativ überzeugend formulieren läßt. Aber das ist m.E. nur ein Sonderfall des allgemeinen und letztlich zum Scheitern verurteilten Durchgriffversuchs von Kommunikation auf Bewußtsein).
Hier könnte hinzugefügt werden, daß demnächst wohl die “Kommunikation mit Computern und Robotern” bevorstehen könnte, sobald diese eine derartige Komplexität erreicht haben, daß entspr. Kommunikationsillusionen erfolgreich gehegt werden können.

3) “Das Internet wäre dann nicht Hilfe oder Heil,”
Das ist ein interessanter Punkt: Die Selbst- und Fremdbeschreibung von (neuen) Techniken – gerade dann, wenn sie sozial etabliert werden sollen. Hier gibt es m.E. semantische Kontinuitäten (Technik xy als Hilfe, als Erleichterung, als Heil, etc. – plus die Kritik an solchen Beschreibungen), die in die Vormoderne zurückreichen.

4) “weil damit ja auch das Gegenteil erwägbar wird, sondern eine Behinderung, durch welche die Erfolgsbedingungen strukturiert werden, die festlegen können, was sich in der Folge durch Überwindung dieser Behinderung noch als haltbare Kommunikation erweisen kann.”
a) “Behinderung” verweist m.E. zu einseitig auf die angesprochene Funktion von Technik als “Kommunikationsblockade”. Aber entsprechend der Figur von simultaner Reduzierung und Steigerung von Komplexität macht es wohl mehr Sinn, sowohl nach den Erleichterungs- als auch den Behinderungsfunktionen von Technischem zu fragen. Beispiel für eine Erleichterung: ich muß keinen Brief mehr per Hand schreiben, zum Briefkasten gehen, den Brief einwerfen und längere Zeit auf eine ähnliche Rückantwort warten, sondern: ich skype, simse, chatte oder maile [puh – Deutsch kann so schön sein :-)]. Das heißt: Medientechnik führt hier zu (fast) instantanen, hochbeschleunigten Fern-Interaktionen (entlang spezifischer Medien / Sinneskanäle).
b) Es ist dann weiterhin die Frage, was Du unter “Erfolgsbedingung” und “haltbar” verstehst: Systemtheoretisch (wiederum im Bielefelder Sinne) liegt hier der Verweis auf die Unwahrscheinlichkeit des Überzeugens nahe (die 4. Selektion, s.o.) und ihre Plausibilisierung gerade durch sgKMs.
Aber im Funktionssystem der Massenmedien wurde die Unwahrscheinlichkeit der 4. Selektion fallen gelassen, weil hier die Unwahrscheinlichkeit, Adressaten zu erreichen und ihre Aufmerksamkeit (längere Zeit) zu binden, weitaus zentraler ist. Wenn Überzeugungseffekte anfallen, dann wurden diese traditionell thematisiert als massenmediale “Manipulation” [= als Variante der Invisibilisierung von Kontingenz entsprechend der “Beeinflussung” (im Unterschied zur Explizierung von Kontingenz durch “Macht”, die sich dennoch – auch gegen potentiellen Widerstand – ggf. durchsetzen kann)].
Wie das dann bei “Internet-Kommunikation” aussieht, ist die Frage. Hier würde ich zunächst nach den konkreten Internetdiensten fragen: Chat, Email, SMS, WWW, Newsgroups, usf.
Dann wäre zu fragen, ob hier funktionssystemspezifische Kommunikation zum Tragen kommen (Beispiel: ein webbasiertes Wissenschaftsseminar folgt immer noch stark den Kriterien der Wissenschaftskommunikation) oder nicht (z.B. die Fuchs-Überlegung, ob das WWW – zumindest Bloggen, u.ä. – nicht auf eine Art “privates Massenmedium” verweist, bei dem dann auch die 4. Selektion freigegeben würde (das differentia-Blog mit seinen Überlegungen zur Troll-Kommunikation zielt m.E. darauf ab).
“Brisant” wird die Frage nach der “Haltbarkeit” von Kommunikation (mit Blick auf technische Behinderungen “und” Erleichterungen) bei einer möglichen “Kommunikation mit Computern und Robotern”. Wie das letztlich aussehen wird, steht m.E. wohl derzeit in den Sternen.

Zum Abschluß
Insgesamt eine interessante Überlegung, wobei Dein Fokus wohl primär auf Medien-”Technik” liegt, oder? Das ist aber nur ein Aspekt. Denn wenn man an gentechnische Veränderung von Lebensmitteln, Eingriffe in den Körper (Operationen aller Art, Stammzellenmanipulation, u.ä.), etc. denkt, dann wäre meine These (mit Blick auf die “Funktion” eines evtl. Technik-Funktionssystem), daß es Technik ermöglicht, primär in bewußtseinsmäßige und soziale “Umwelten” zu “intervenieren”, indem entsprechend kontrollierte Kausalverbindungen eingerichtet werden sollen.
Medien”technik” wäre dementsprechend nur eine Variante solcher Interventionsversuche, dank derer Medienformen typographisch, elektronisch oder digital produziert, prozessiert und rezipiert werden können.

~Peter

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