Was-ist “Technik” ?

Der definitions-skeptische Technikphilosoph L. Winner soll einmal gefragt haben: “Wohin sollte ein Philosoph gehen, der etwas über Technik erfahren will? In ein Forschungs- und Entwicklungslabor? Auf einen Bauernhof? In ein Elektrizitätswerk? Eine Telefonzentrale? Einen Flughafen? Ein Waffenlager? Eine Baustelle? Eine Forschungsförderungsbehörde? Eine Giftstoff-
Abfallanlage? Einen automatisierten Vergnügungspark? Eine Schule, die Computer in den Unterricht integriert?” Die Frage ist eigenartig. Sie zeigt einerseits, dass all diese Plätze dem Philosophen wohl nicht weiterhelfen würden, dass aber umgekehrt an all diesen Plätzen die Technik, die er meint, irgendwie vorhanden zu sein scheint.

Statt zu sagen, was man als Technik bezeichnet, kann man den Ausdruck “Technik” etwa als Kollektivabstraktum charakterisieren. Solche Abstrakta haben es an sich, dass jeder weiss was gemeint ist, ohne dass auch nur einer es sagen könnte. Es liegt dann nahe, alle Definitionen abzulehnen, weil jede Definition das gemeinte in irgendeiner Art einschränken würde. Kollektivabstrakte sind Bestandteile eines Herrschaftsdiskurses. Man muss deren Verwendung fraglos akzeptieren, weil das sozusagen die Sprache gebietet, die das Wort zur Verfügung stellt. Es ist niemand dafür verantwortlich, wie das Wort verwendet wird, auch diejenigen nicht, die das Wort verwenden.

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich ein Wort verwende, muss ich mein Sprechen beobachten. Wenn ich über Technik nachdenke, muss ich also nicht irgendwo hingehen, sondern in mein eigenes Denken. Wenn ich sage, wie ich ein Wort
verwende, kann ich mich ertappen – und andere können es auch. Jenseits von Herrschaftsverhältnissen sehe ich darin eine Chance, innerhalb von Herrschaftsverhältnissen mache ich mich damit blöd.

* * *

“Technik” verwende ich für die hergestellte Verursachung im Sinne einer intendiert wiederholbaren aber funktional nicht gebundenen Operation. Technik steht in diesem Sinne für die Menge der effizienten Verfahren jenseits von funktionalen  Handlungszusammenhängen.

Ich gebe ein paar anschauliche Beispiele für effiziente Verfahren. Mit einem Revolver kann ich eine kleine Masse – die als Kugel bezeichne – in eine beliebige Richtung stark beschleunigen. Ein möglicher Handlungszusammenhang wäre, dass ich jemanden erschiesse, was ich aber auch mit Pfeil und Bogen machen kann. Ich kann Massen nicht nur mit einem Revolver beschleunigen, der Revolver ist nur ein mögliches Verfahren, das ich – immer wieder – verwenden kann, wenn ich einen Revolver habe.

Wenn ich keinen Revolver habe, aber weiss, wie ich einen Revolver herstellen kann, dann habe ich die Technologie, also das Wissen zu dieser Technik. Mit der Technologie kann ich kein Kugel beschleunigen, aber wenn die Bedingungen hinreichen kann ich damit einen Revolver herstellen und dann damit Kugeln beschleunigen. Das ist der Unterschied zwischen Technologie und Technik.

Als Verfahren beschreibe ich den Prozess eines Prozessors, eines Prozessträgers. Ich kann ein Verfahren beschreiben, ohne dass ich den Prozessor herstelle oder hergestellt habe. Ich kann die Produktion von Revolvern beschreiben. Dabei entstehen aber keine Revolver, sondern Beschreibungen. Ich kann die Funktionsweise eines Revolvers beschreiben. Dadurch werden keine Kugeln beschleunigt. Solche Beschreibungen bezeichne ich als Technologie. Wenn ich Kugeln gezielt beschleunigen will, brauche ich einen Prozessträger, beispielsweise einen Revolver.

Ich kann beispielsweise einen Fussball in eine bestimmte Richtung beschleunigen. Jetzt hat die Kugel einen anderen Namen, weil ich einen anderen Handlungszusammenhang mitdenke. Der Handlungszusammenhang ist aber technisch gesehen ohne Relevanz. Wenn ich einen Fussball beschleunige, mache ich das durch bestimmte Bewegungen meines Körpers. Wenn ich in einer pseudo-technischen Perspektive auf meinen Körper schaue, sehe ich ihn als Roboter, der ganz bestimmte Operationen ausführt, um eine Kugel zu beschleunigen. Dann kann ich innerhalb dieser Metaphorik sagen, dass ich eine Technik anwende, etwa die Technik eines Fussballers.

Ein weiteres Beispiel soll verdeutlichen, was in der Literatur unsinnigerweise als soziotechnisches System bezeichnet wird, wie wenn es Technik geben würde, die nicht “sozio” ist. Wenn ich einen Hammer habe, kann ich damit unter anderem einen Nagel beschleunigen. In einem beliebigen Handlungszusammenhang kann ich beispielsweise einen Nagel in die Wand schlagen, um ein Bild aufzuhängen. Ich kann den Nagel – etwa mit einer Nagelpistole – auch anders beschleunigen, der Hammer ist nur Teil eines möglichen Verfahrens, das ich – immer wieder – verwenden kann, wenn ich einen Hammer habe.

Der Hammer beschleunigt den Nagel in einem entscheidenden Sinn anders als der Revolver die Kugel. Der Hammer überträgt die Kraft des Menschen, der den Hammer benutzt. Mit dem Revolver dagegen verwendet der Mensch, der ihn benützt, die Energie im Schiesspulver der Patrone. Weder Hammer noch Revolver beschleunigen irgendetwas, wenn sie nicht von einem Menschen verwendet werden. Als Prozessor kann man also in beiden Fällen den Menschen sehen, wobei dann der Hammer oder der Revolver zum Prozessor gehören und in diesem Sinn kann man von einem soziotechnischen System sprechen, wobei es keine technische Systeme gibt, die in diesem Sinn nicht “soziotechnisch” wären.

Die Redeweise “soziotechnisch” kann ich aber sinnvoll so lesen, dass der Mensch, der ein Werkzeug verwendet, das normalerweise in einem Handlungszusammenhang tut. Der Revolver wird meistens als Waffe verwendet, das heisst um jemanden zu erschiessen. Das dabei ein Kugel beschleunigt wird, wird allenfalls als spezifische Methode des Tötens aufgefasst. Das Soziale ist dann das Töten und der Revolver ist die Technik, die beim Töten verwendet wird.

Technik hat aber mit Töten nichts zu tun. Töten ist eine soziale Handlung.

(Fortsetzung)

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Comments

  • tetsuo shima  On June 11, 2012 at 12:42 AM

    Was ist mit Handlungen, die durch Technik überhaupt erst ermöglicht werden? Haben die dann auch mit Technik nichts zu tun? Hat Schreiben etwas mit Technik zu tun? Hat Fahrradfahren mit Technik zu tun? Ist Umweltverschmutzung etwas Soziales oder etwas Technisches? Ist ein Blogpost eine “rein” soziale Handlung?

    Und was spricht überhaupt gegen die altehrwürdige Definition, unter “Technik” routinisierte Verfahren/Mittel zur Zweckrealisierung zu betrachten? Dann wäre übrigens auch die “Technik” des Fussballers nicht metaphorisch zu verstehen.

    Langdon Winner hätte übrigens einige gute Argumente, um deine Behauptung, dass Technik nichts mit sozialen Handlungen zu tun hat (so muss man deine letzten beiden Sätze lesen) zu widerlegen.

  • kybernetiks  On June 11, 2012 at 12:00 PM

    Danke für die Einwände. Ich nehme sie nicht als Widerlegungen sondern als andere Perspektive, als Perspektive mit anderen Unterscheidungen und anderen Wortverwendungen.

    >Was ist mit Handlungen, die durch Technik überhaupt
    > erst ermöglicht werden?

    jede Technik macht Handlungen möglich, die davor SO nicht möglich waren.

    > Und was spricht überhaupt gegen die altehrwürdige Definition,
    > unter “Technik” routinisierte Verfahren/Mittel zur
    > Zweckrealisierung zu betrachten?

    Das ist eine andere Perspektive. Die Frage ist, was kann ich mit einer bestimmten Perspektive sehen und was nicht. Ich muss die Perspektiven nicht gegeneinander ausspielen, ich muss sie mir bewusst machen. Dann erst kann ich wählen.

    Mein Beispiel war das Schiessen mit einem Revolver. Und ganz analog sehe ich das
    Schreiben mit einem Bleistift.
    Der Bleistift als Artefakt ermöglicht mir Graphit sehr gezielt auf einem Stück Papier (auch ein Artefakt) anzuordnen, so wie der Revolever mir erlaubt, eine Kugel zu beschleunigen. Wenn ich den Bleistift benutze, kann ich damit zeichnen oder schreiben, was ich auch mit anderen Artefakten (Pinsel, Feder, usw) tun kann.

    Mit Schreiben bezeichne ich eine sinnvolle Handlung. Und wenn ich den Prozess des Schreibens technisch beobachte, kann ich ein Verfahren mit Operationen erkennen, die nichts mit Schreiben zu tun haben, sondern technisch sind: Das Auftragen von Graphit in einer strukturierten Form, die ich durch eine Grammatik und ein Alphabet beschreiben kann.
    Das Technische ist dabei das Herstellen des Textes als Graphitstruktur. Technisch interessiert mich NICHT, dass damit ein Brief geschrieben wird und geschweige denn, was im Brief geschrieben wird. Wenn ich die Technik verbessere, geht es nicht um Briefe, sondern darum, wie ich die Graphitstruktur einfacher erzeugen kann, was auch beinhaltet, dass ich ein anderes Material als Graphit verwenden kann.

    In dieser Perspektive unterscheide ich den operativen Prozess, den ich technisch ermögliche von den sozialen Deutungen dieses Prozesses.

    Und ja: in dieser Perspektive hat Technik auf diese unterschiedene Weise nichts mit dem Sozialen zu tun. Technisch ist die Operation, nicht deren Deutung.

  • stromgeist  On June 13, 2012 at 8:06 AM

    1. Eine Frage
    “Technik steht in diesem Sinne für die Menge der effizienten Verfahren jenseits von funktionalen Handlungszusammenhängen.”
    Was bedeutet “effizient” noch “jenseits von funktionalen Handlungszusammenhängen”? “Effizient” impliziert doch immer einen Zweck und Zwecke gibt es nur in funktionalen Handlungszusammenhängen. Wie kann man also “effizient” nicht-teleologisch denken?

    2. Ein Vorschlag
    Der Ausdruck “soziotechnisch” lässt sich sinnvoll ja auch so verwendet, dass er eine Technik bezeichnet, die sich, anders als der Hammer, dezidiert auf soziale Zusammenhänge bezieht, z.B. das Telefon oder das Warteschlangen-Nummerziehsystem in Behörden. Soziotechnische Systeme sind Techniken, die den Zweck haben, menschliche Handlungen zu korrdinieren oder zu kontrollieren. Nicht-soziotechnische Techniksysteme sind zwar auch immer sozio, insofern Menschen sie verwenden, aber sie bearbeiten damit ‘das Soziale’ nicht direkt, sondern nur mittelbar, z.B. indem man nachher in dem Haus wohnt, das man sich zusammengehämmert hat.

    3. Ein Problem
    Aus Deiner Definition von Technik wird nicht klar, warum die Technik des Fußballers nur “pseudo-technisch” bzw. “metaphorisch” sein soll. Was spricht dagegen, den Körper des Spielers genauso zu betrachten, wie den Bleistift beim Schreiben oder den Hammer beim Nageln? Unterscheide ich, so wie Du vorschlägst, den sozialen Zusammenhang von den Prozessen und Prozessträgern, dann ist der Prozess die Bewegung der Kugel zwischen zwei Toren und die Prozessträger sind die Mannschaften. Wenn ich einen Nagel mit der bloßen Faust einschlage, sei es keine Technik mehr, sondern nur, wenn ich den Hammer benutze? Dann wird Technik doch wieder nur dinglich. Will man sie aber konsequent prozessual denken, wird man wohl nicht umhin kommen: 1) eine teleologische Struktur zu supponieren (siehe obige Frage) und 2) auch Fußballer als Maschinen zu denken.

  • kybernetiks  On June 13, 2012 at 12:38 PM

    besten Dank für kritische Mitdenken. Ich denk mal etwas eigensinnig hinzu in der Hoffnung, dass uns unsere Perspektiven klarer werden und sich dann ergänzen.

    Zu 1). Da habe ich eindeutig zu kurz formuliert, so dass der Witz verloren geht, ich werde das nachholen, aber hier wieder kurz die Idee erläutern:
    N. Wiener hat die Kybernetik (die für mich Technik schlechthin bezeichnet) 1943 mit einen Aufsatz zur Teleologie eröffnet. Darin geht es darum, dass kybernetische Systeme Eigenwerte anstreben, eine thermostatengeregelte Heizung etwa versucht die Temperatur des Thermometers auf 20 Grad zu halten. Man könnte meinen die Heizung verfolge ein (teleologisches) Ziel. N. Wiener der den Ausdruck “Eigenwert” dort nicht verwendet, spricht von einem nicht-teleologischen Ziel.
    Mir geht es ganz genau darum.
    Der technische Aspekt besteht in der Konstruktion, die die Temperatur des Thermometers konstant hält. Da gibt es technisch viele Möglichkeiten und eine lange Entwicklung. Als funktionalen Handlungszusammenhang sehe ich, dass diese Heizung in ein Haus gestellt wird, wo die Temperatur des Thermometers als Raumtemperatur verrechnet wird. Der Hausbesitzer verfolgt also eine Zweck, er hat ein teleologisches Ziel. Die Heizung aber nicht. Und die Technik mithin auch nicht.
    Die “Techniker” verbessern die Funktionsweise der Heizung. Davon profitiert der Hausbesitzer, aber das ist nicht das Ziel der Technik, sondern das Ziel der Hausbesitzer. Die Technik macht alle technischen Prozesse effizienter. Effizienter ist dabei auf den Eigenwert des kybernetischen Systems bezogen – wenn man will auf ein nicht teleologisches Ziel.
    (Huch, das ist jetzt schon hier lang geworden)

    Zu 2) hmm .. das würde ich hier gerne so stehen lassen und später nochmals vertiefter anschauen. Vorerst also: wenn Du den Ausdruck “soziotechnisch” so verwendest – ok

    Zu 3) Das trifft einen für mich wesentlichen Punkt. Technik ist artefaktisch. Werkzeuge wie der Hammer sind technisch ganz unentwickelt, sozusagen Keime der Entwicklung. Aber der Hammer ist nicht die Faust und auch kein Stein, den ich zufällig auch verwenden kann, wenn ich gerade keinen Hammer habe.
    Bei Deinem Beispiel gehe ich wie folgt mit: Der Fussballprozess schiesst einen Ball in ein Tor. DIe (Ball)Kugel und der (Tor)Rahmen sind Artefakte wie ein Hammer. Der Fussballer ist ein Mensch wie jener der den Hammer “bedient”. Wenn ich einen Nagel mit der Faust einschlage (uff) dann ist der Nagel ein Artefakt. Das sind Keime der Technik. Wenn ich einmal einen Nagel mit der Faust einzuschlagen versucht habe, erkenne ich, wie der Nagel gemeint ist und suche/erfinde den Hammer, dass heisst die technische Entwicklung geht los.
    Quasi am Ende einer Entwicklung gibt es Roboter-Fussball (sogar Meisterschaften). Dort sind die Fussballer Technik. Sie haben keine Technik, sie sind Technik.
    Dass ich bei einem Fussballer von dessen Technik spreche, ist für mich metaphorisch, WEIL ich ja “Technik” artefaktisch denke. Die Artefakte isolieren Operationen zur Wiederholung. Der Fussballer lernt/übt/praktiziert bestimmte Verhaltensweisen, die dann im Roboter-Fussballer als Operationen isoliert werden – darin sehe ich die Metapher.

    • stromgeist  On June 13, 2012 at 11:41 PM

      Danke für die ausführliche Antwort. Dazu vielleicht noch einige (dilettantische) Gedanken.

      Zunächst zum Artefaktcharakter der Technik: Du scheinst also so etwas wie einen ‘Material Turn’ der Kybernetik im Sinn zu haben. Wenn das so ist, dann verändert das natürlich den Wienerschen Grundgedanken. Du kennst Dich damit sicherlich viel besser aus, also korrigiere mich, wenn ich falsch liege. Aber ich hatte die Idee der Kybernetik (erster wie zweiter Generation) so verstanden, dass sie durchaus einen universalistischen Ansatz verfolgt, dass also der Systemcharakter die Technik bestimmt und nicht umgekehrt, oder besser gesagt, die Idee des kybernetischen Systems (Regelkreislauf) organische und artifizielle Prozesse als identische beschreibt. Die Körpertemperaturregelung funktioniert nicht anders als die Heizung, nur mit anderen Mitteln (Fleisch statt Metall, Blut statt Wasser usw.).

      Wenn Du nun mit dem Artefaktcharakter von Technik eine Unterscheidung zu ‘natürlichen Maschinen’ einführst ist Technik dann nicht nur dadurch bestimmt, dass sie bestimmte repetetive Prozesse stabilisiert, sondern auch dadurch, dass sie vom Menschen geschaffen wurde. Oder kann es nach dieser Bestimmung auch ‘tierische’ oder ‘pflanzliche’ Technik geben? So wie es werkzeuggebrauchende Tiere gibt, ließen sich ja bestimmte botanische Phänomen auch als Technisierungen beschreiben. Dass Du derartiges nicht in Deine Perspektive einzuschließen scheinst, zeigt mir dein Insistieren auf das Metaphorische solcher Beschreibungen an. Echte Technik ist also nur von Menschen gemacht? Das würde offenbar nicht nur auf eine materialistischen, sondern auch auf eine anthropozentrischen Technikbegriff hinauslaufen.

      Wenn das richtig ist, würde das auch das Problem der Teleologie erneut ins Spiel bringen. Wenn Technik keine Ziele verfolgt, sondern nur die Menschen, die sie gebrauchen, dann ist der regulative Eigenwert eine Technisierung menschlicher Ziele. Konveriert diese Idee dann letztlich auch wieder mit der Prothesentheorie der Technik: Technik als Fähigkeitssteigerungs- und Bedürfniserfüllungsmaschine (selbst wenn es nur das Befürfnis der Neugier und Spielerei wäre)? Wenn nicht, woher könnte Technik sonst ihre ‘Eigenwerte’ herhaben? Wenn sich nichts als ein menschliches Ziel dafür angeben lässt, ist Technik dann letztlich nicht doch (wenigstens mikro-)teleologisch?

      Was die These der notwendigen Materialität der Technik abgelangt, so frage ich mich auch, wie es sich dann mit Software verhält. Zwar sind auch Computer materiell; die Prozesse, die sie ausführen sind aber, zumal in Computernetzen, nicht mehr auf Materialität reduzierbar. Google wäre nach Deiner Definition, wie ich sie verstehe, noch nicht als Technik beschreibbar, wenn man nur seinen Algorithmus aufschriebe, sondern erst dann, wenn man ihn benutzt. Doch wäre das, was dadurch in Gang gesetzt wird, ohne Rekurs auf den Algorithmus, als bloß materielles Artefakt, noch nicht adäquat als Technik beschreibbar. Wenn man das ganze Problem auf das Internet ausweitet, wird es noch komplizierter, weil es dann noch nicht einmal mehr einen Algorithmus gibt. Was also ist ein Artefakt, wenn der ‘Eigenwert’ von Algorithmen wesentlich einfacher zu bestimmen ist als der eines weltweit prozessierenden Computernetzes?

      • kybernetiks  On June 14, 2012 at 12:08 PM

        “‘Material Turn’ der Kybernetik ” ist ein guter Ausdruck, das hat was ;-)

        Die Sache sehe ich vorderhand so: Kybernetik ist eine Theorie, also eine Anschauungsweise, die offen lässt was angeschaut wird. Im Untertitel sagte N. Wiener “Tier und Maschine”. Ich verstehe Kybernetik als Theorie des Erklärens. Der Modus der Erklärung ist die Funktionsweise. Die Funktionsweise ist konstruiert. Ob sich etwas konstruieren lässt und

        ob es funktioniert ist DIE technische Frage. Feynmann meint wie ich: Wenn ichs herstellen kann, habe ich es verstanden. Wenn ich es nur beschreiben kann, weiss ichs nicht so recht. Herstellen ist materiell = Artefakt. Ich kann beispielsweise die konstante Körpertemperatur mit einer Thermostatenheizung ERKLAEREN, weil ich die Heizung herstellen kann.

        Mit Technik bezeichne ich Artefakte. Ich kenne nur Artefakte, die von Menschen gemacht wurden. Meine Position ist nicht anthropozentrisch, aber mein empirisches Wissen kennt vorderhand nur den einen Fall.
        Dazu gehört natürlich dass Tiere keine Werkzeuge verwenden, weil sie nicht wissen, was Werkzeuge sind, solange sie keine Werkzeuge herstellen. Ob Tiere Werkzeuge herstellen oder nicht, ist natürlich eine Frage der Definitionen, also nicht etwas, was sich durch Hinschauen entscheiden lässt.

        Mein Technikbegriff beinhaltet eine Definition von Werkzeug und mit dieser Definition sind alle mir bislang empirisch bekannten Tiere ausgeschlossen. Es ist vielmehr so, dass ich innerhalb dieser Theorie mit Franklin das Menschsein gerade über toolmaking bestimme. Ich bringe also kein Menschenbild mit, sondern schaffe es in der Theorie durch die Definition von Werkzeug.
        Theoretisch folge ich dem Konzept von N. Luhmann, der Kommunikation nicht vom Mensch(enbild) her denkt. Wir beabsichtigen in diesem Blog Technik auszuloten, ohne den Menschen vorab ins Zentrum zu stellen.

        Zur Teleologie. Auch hier wie Luhmann: Er setzt Kommunikation. Das ist nicht etwas, was der Mensch macht, sondern eine theoretische Entscheidung der Beobachtung. Ich beginne – das erkenne ich als Kybernetik – mit der Technik. Und dann schaue ich, welche Artefakte sich wie entwickeln und welche sich wie verwenden lassen. Technik hat in dieser Theorie nichts mit Prothesen, Fähigkeiten oder Bedürfnissen zu tun, sondern ist ein generativer Prozess, dem dann Bedürfnisse zugerechnet werden (können). Das ist das systemtheoretische Moment dieser Geschichte.
        Übrigens erscheint das auch in meiner Werkzeug-Definition: Als Werkzeug kommt in Betracht, was sich zur Maschine entwickeln lässt. Aber da ist gar keine Teleologie – auch keine mikro.

        Zur Software: Technik begreife ich rückblickend. Der Automat zeigt mir, was eine Maschine noch nicht ist, und die Maschine zeigt mir, was ein Werkzeug noch nicht ist. Das ist das evolutionstheoretische Moment der Geschichte.
        Die entwickelste Technik (die ich bislang kenne) ist der programmierbare Prozessor. Das ist genau das, was die Kybernetik beschreibt.

        Software ist “ware”, die ich in die Hand nehmen kann. Der Ausdruck “soft” verweist darauf, dass ich die Funktion(sweise) sehr leicht verändern kann. Ich kann meinen PC als Buchhaltung oder als Textsystem oder als Spielzeug verwenden, weil er soft ist. Ein Computerprogramm ist aber Hardware. Es ist ein Stück Text, das geschrieben, also materiell hergestellt wird, auch wenn der Programmierer sein “geistiges” wichtiger finden mag. Ich finde, das Internet (und darin auch Google) perfektes Beispiel für alle technischen Erwägungen, eben weil ich Technik von daher denke.
        Wir müssten also eine gemeinsame Beschreibung des Internets finden. Ich versteh noch nicht, was Du als Algorithmus bezeichnest und inwiefern das Bezeichnete “nicht materiell” sein könnte. Insbesondere verstehe ich dann auch Deine letzte Frage (“Was also ist ein Artefakt, wenn der ‘Eigenwert’ von Algorithmen wesentlich einfacher zu bestimmen ist als der eines weltweit prozessierenden Computernetzes?” )noch nicht.

        Ich bin sehr interessiert, wie Du darüber denkst (denn ich kennen kaum Menschen, die überhaupt über sowas nachdenken :-). Ich versuche jetzt auch selbst eine Formulierung (eine Vorstellung) zum Algorhitmus zu finden. Ich bin gespannt, ob wir dazu eine gemeinsame Sicht schaffen.

        Und dann noch das: Der Blog ist offen. Du Kannst jederzeit und sehr gerne Beiträge schreiben, sag mir einfach, wenn ich Dich eintragen soll.

        • stromgeist  On June 16, 2012 at 4:13 PM

          Danke für die Antwort und auch für die freundliche Einladung. Leider komme ich gerade kaum noch dazu, in meinem eigenen Blog etwas zu schreiben. Aber falls ich mal etwas Kybernetisches haben sollte, komm ich gern noch mal darauf zurück.

          Zu Deinen Kommentaren –

          Feynmann meint wie ich: Wenn ichs herstellen kann, habe ich es verstanden. Wenn ich es nur beschreiben kann, weiss ichs nicht so recht. Herstellen ist materiell = Artefakt. Ich kann beispielsweise die konstante Körpertemperatur mit einer Thermostatenheizung ERKLAEREN, weil ich die Heizung herstellen kann.

          Was Feynman meint, hatte ja bereits Giambattista Vico auf die Formel gebracht: verum et factum convertuntur: Man kann nur das erkennen, was man selbst gemacht hat. Wenn wir aber Heizungen erklären können, weil wir sie gemacht haben, dann bleibt die Übertragung auf den biologischen Körper, doch nur eine Analogie. Sie ist nützlich und aufschlussreich, aber doch eben eine Metapher, weil wir den Körper nicht gemacht haben. Darum übertragen wir unser technisches Wissen auf nicht technische Körper.

          Mit Technik bezeichne ich Artefakte. Ich kenne nur Artefakte, die von Menschen gemacht wurden. […] Ob Tiere Werkzeuge herstellen oder nicht, ist natürlich eine Frage der Definitionen, also nicht etwas, was sich durch Hinschauen entscheiden lässt.

          Würde dies unter Deine Definition fallen? http://youtu.be/-7lC3XkzjM8Vom Hinschauen würde ich schon mal sagen, dass da ein Werkzeug gemacht wird. Ein anderes Beispiel sind z.B. Termitenbaus. Oder die Staudämme von Bibern. Mich würde interessieren, ob/wie Du die tierischen Apparate aus Deiner Definition des Technikgebrauchs aus bzw. einschließen würdest.

          Wegen des Algorithmus: Damit meine ich ein System von Regeln, also ein Programm, nach denen empirisch beobachtbare Prozesse gesteuert werden/sich selbstorganisieren. Wenn ich sie als immateriell bezeichne, dann meine ich das nicht platonisch, denn ohne Materialisierung sind sie nicht wirksam. Aber doch gehen sie in ihren materiellen Manifestationen nicht auf. Nehmen wir die Mathematik. Ich würde sagen, sie ist nicht materiell, denn ich kann auch nur im Kopf rechnen. Wenn Du sagst, dann ist der Kopf das Materielle, würde ich sagen, du findest die Mathematik aber nicht im Kopf. Hackst Du ihn ab, kann ich nicht mehr rechnen. Genauer gesagt, kann ich dir danach nicht mehr sagen, ob ich noch rechne. Doch würde ich rechnen als eine Technik bezeichnen. Sogar als eine sehr effiziente Kulturtechnik, ohne die die meisten Maschinen gar nicht möglich wären. Wie könnte dies dein Technikbegriff mit berücksichtigen? Müsstest Du Mathematik als Materiell definierieren oder aus der Definition von Technik ausschließen?

          Zum Internet: Was wäre der Eigenwert, durch den sich das Internet als ‘effizient’ definieren lässt, damit Du es als eine Technik beschreiben kannst?

          Soviel erstmal dazu. Ich schau mir dann auch gleich noch die Fortsetzung an.

          • kybernetiks  On June 16, 2012 at 6:25 PM

            zur Feynman-Geschichte: ich würde sagen, dass ich die Heizung VERSTEHE und damit den biologischen Körper ERKLÄRE. Der Körper ist für das Verstehen eine Blackbox, deren Inhalt ich mit der Heizung modelliere. Es gibt immer viele Erklärungen. Ich verstehe genau die Heizung, die ich (re)konstruieren habe.
            Aber gut, das ist alles nur Sprachgebrauch.

            Zum Raben: Das ist eine Laborgeschichte, deren Zusammenhang ich nicht kenne. Aber unabhängig davon ist für mich ein Werkzeug etwas, was ich nicht einmal verwende, weil es gerade passt, sondern etwas, was ich aufbewahre, weil ich merke, dass es mir immer wieder hilft. Und das müsste ich bei Tieren jenseits des Labors und anderen Dressurverhältnissen beobachten. Ueberdies meine ich, wenn ich ein Werkzeug herstelle, werde ich mit dem dazu nötigen Bewusstsein weitere Werkzeuge herstellen und mit der Zeit die Werkzeuge weiterentwickeln. Wenn das nicht passiert, sehe ich in einem Singulären Fall, der für sich werkzeugig aussieht, noch kein Werkzeug. Aber auch das ist Sprachgebrauch. Mir ist nicht wichtig, dass andere die Wörter so brauchen wie ich, sondern dass wir darüber sprechen können. Jeder kann sich seinen eigenen Wortgebrauch durch Explikationen bewusst machen.

            Zu Algorithmus/Materialisierung:
            Ich machen einen Gegenvorschlag, der zunächst die Formulierung betrifft:
            Anstelle von “ein Algorithmus wird materialisiert” sage ich “ein Algorithmus ist eine “formelige” Beschreibung eines bestimmten Verhaltens von Automaten (Wikipedia: Handlungsvorschrift, .. die Abstraktion erfolgt hier im Weglassen der Details der realen Maschine).
            Ich unterscheide damit die Beschreibung von der beschriebenen Sache. Ich glaube, wir sehen gemeinsam, dass der Prozess ein Maschinenprozess ist, der im Algorithmus nur sehr effizient abgebildet ist.
            Mathematik ist wie Musik oder Technik eine Art Kollektivabstraktum, das auf Rechnen und Algorithmen verweist. Also etwas Ideelles. Ich verwende beim Rechnen entweder eine Maschine oder keine Maschine. Zu sagen ich rechne im Kopf ist etwa gleich schlau wie zu sagen, ich rechne im Bauch. Beides heisst einfach, dass ich keine Maschine habe, wo doch Rechnen eine ganz typische Maschinenaufgabe ist. Die Rechenmaschine ist materiell, weil sie hergestellt ist. Mathe als Lehre und Rechnen als Prozess ist nicht materiell.
            Aber das ist nur ein möglicher und mein Sprachgebrauch. Und wo ich schon dabei bin: ernsthaft und bewusst sage ich nicht, dass ein Computer rechnet, sondern dass ich mittels eines Computers rechne.

            Schliesslich zum Internet: Das Internet IST ein Computer mit mehreren Ein- und Ausgabegeräten – und weil es zufällig SO konstruiert ist, wie es eben ist, verwendet es auch mehrer Prozessoren. Aber dar Sache nach sehe ich keinen TECHNISCHEN Unterschied zu einem Computer. Das Internet ist eine elektrische Maschine mit Drähten, Gehäusen, und allerlei sonstigen Maschinenteile wie Disks, Modems …
            Der Eigenwert eines Prozessors besteht darin, bestimmte Eingabe-Zustände effizient in bestimmte Ausgabe-Zustände zu transformieren. Von Computer spreche ich, wenn die Eingabe auf einer Art Tastatur und die Ausgabe auf einer Art Bildschirm erfolgt.

            Die TECHNISCHE Entwicklung der Computer kann ich erkennen, wenn ich ein 10-jähriges Gerät mit einem heutigen vergleiche.

            Ich bin gespannt, wie viel Du von diesen Redeweisen teilen kannst und lese sehr gerne auch andere Redeweisen.

  • stromgeist  On June 18, 2012 at 1:35 PM

    Ich mach mal hier weiter, weil oben alles so eng geworden ist.

    Wegen der Raben: Es sind natürlich immer Zweifel zu Laboreffekten u.ä. angebracht, aber wenn es Dich genauer interessiert, was es mit der Intelligenz der Krähen und ihrem Werkzeuggebrauch auch unter natürlichen Bedingungen auf sich hat, empfehle ich Dir folgende, äußerst sehenswerte Dokumention: http://youtu.be/ZNJ-TQk927o. Daraus wird auch ersichtlich, dass Raben nicht nur Werkzeuge erschaffen, sondern auch kombinieren und Prozessketten bilden können und das alles sehr planvoll und vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg als Gewohnheit ausbildend. Ich sehe also nicht, wieso man Raben nun aus der Kategorie “tool making animal” ausschließen sollte.

    Zum Algorithmus: wenn Du ihn als “formelige” Beschreibung eines bestimmten Verhaltens von Automaten beschreibst, dann denkst Du erstens immer schon vom Resultat her und zweiten würde dieses Resultat auch einfache Rechenaufgaben als Automaten bestimmen. Denn auch die einfachste Additionsaufgabe lässt sich als ein Algorithmus beschreiben. Insofern auch Tiere rudimentäre “Rechenaufgaben lösen” können, d.h. (zumindest kleinere Beträge) zählen und addieren können, würde das heißen, dass auch Tiere ideelle Maschinenprozesse ausführen?

    Wahrscheinlich fragst Du Dich, warum ich immer wieder mit Tieren anfange, obwohl die Dich überhaupt nicht interessieren. Ich frage Dich deshalb danach, weil ich nicht sehe, wozu die Unterscheidung Mensch/Tier als Kultur/Natur wichtig für Deinen Technikbegriff sein sollte, wenn es doch auf wiederholbare, effiziente Prozesse ankommen soll. Wenn Du sagst, Technik ist hergestellt, und hergestellt ist das, was nicht von Natur aus so ist, dann läuft es m.E. doch auf einen anthropozentrischen Technikbegriff hinaus, der zwar nicht in der Definition, aber in der Identifizierung des Gegenstandes schon enthalten ist, der dann definiert werden soll.

    Mein Vorschlag wäre, Algorithmen als eine aus endlichen vielen Schritten bestehende Beschreibungen von Prozessabläufen zu verstehen (was auch seinem üblichen Verständnis entspricht), und als solche würde ich sie bereits als immaterielle Maschinen verstehen, weil sie Handlungsabläufe Programmieren. Sie sind sozusagen sprachliche Software.

    In Bezug auf das Internet habe ich noch nicht verstanden, was Du in Deiner Beschreibung “Der Eigenwert [des Internets] besteht darin, bestimmte Eingabe-Zustände effizient in bestimmte Ausgabe-Zustände zu transformieren” effizient genau heißen soll. Wenn es effiziente Transformationen gibt, muss es auch ineffiziente Transformationen geben. Kannst Du ein Beispiel für beide nennen ohne auf menschliche Ziele zur rekurrieren (analog zu Deinem Heizungsbeispiel)?

    • kybernetiks  On June 18, 2012 at 3:45 PM

      toolmaking animal: Nochmals – ich meine toolmaking animals ohne zu entscheiden, welche Lebewesen zu dieser Klasse gehören. Ich selbst erkenne bislang nur Menschen, aber für mich hat das keine Relevanz und keine Zentrierung. Ich beginne mit Werkzeug, nicht mit Menschen, also mit Werkzeugproduzenten.

      Wenn Du mit Raben Werkzeuge oder Sprachen teilen kannst, ist das für mich überhaupt kein Problem. Die Definition läuft via Werkzeug.

      Ein Werkzeug entwickelt sich zur Maschine. Bei einem Bienenstock sehe ich nicht, wie er eine Maschine werden könnte. Das hängt damit zusammen, dass ich rückwärts schaue, also evolutionär denke. Das Werkzeug erkenne ich als Entwicklungsstufe, ERST nachdem ich die Maschine kenne.

      WENN ich Raben als Werkzeughersteller sehe, sehe ich, dass sie Kultur schaffen. Wie gesagt, ich habe es noch nicht gesehen (was aber nur sagt, was ich sehen kann und hier sowieso kein Problem ist). Sage mir, was Du als Werkzeug bezeichnest, dann können wir über unsere Definitionen nachdenken und so allenfalls differenzierter und präzisier werden.

      Dann zum Algo: Da brauchen wir vielleicht ein Beispiel. Ich sehe, dass Du auch von Beschreibung sprichst, aber ich verstehe nicht recht wie.
      Ich verwende den Ausdruck in Differenz zu Kochrezept. Von einem Rezept spreche ich, wenn die Operationen nicht genau festgelegt sind. Genau festgelegt sind sie dann, wenn sie durch eine Maschine repräsentiert sind.

      Anhand eines Beispiels: Ich mache alle paar Tage ein Brot, immer nach demselben Rezept, und es ist immer hinreichend gleich. Aber ich kann nicht recht beschreiben, was ich dabei genau mache, weil ich meinen Körper nicht so genau analysieren kann.
      Wenn ich zum Weben einen Webstuhl verwende, mache ich auch viele Bewegungen, die sich mir entziehen, aber es gibt dann ein paar Operationen, die durch die Konstruktion des Webstuhls festgelegt sind und die ich dem entsprechend genau beschreiben kann.

      Zum Eigenwert: Sind wir einig, dass das Internet ein Computer ist? Der Eigenwert eines Computers wird durch dessen Programmierung festgelegt – das ist wie bei der Heizung eine Konstruktion, die ein definiertes Verhalten zeigt. Der Computer ist effizient, wenn dieses Verhalten schnell und ohne Fehler durchlaufen wird.
      Ein Typisches Verhalten ist etwa dass ein Kontakt auf der Tastatur ein bestimmtes Pixelmuster auf den Bildschirm bringt. Ineffizient ist es, wenn das lange dauert oder unscharf ausgeführt wird, usw.

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